Mein Hefewasser – Backen ganz ohne Industriehefe

Heute kommt ein ganz spontaner Blogpost für euch.Bei Instagram kommen viele Anfragen, über die ich mich natürlich sehr freue. Zur Zeit geht es immer wieder um mein aktuelles Hefewasser.Mein erstes Hefewasser habe ich bereits vor ca 2 oder 3 Jahren angesetzt. Die Idee und das ursprüngliche Rezept stammen vom Blog brotpassion.de.Meggy findet ihr auch auf Instagram . Schaut mal bei ihr vorbei.Angefangen habe ich damals mit Datteln. Nach einiger Zeit musste ich jedoch feststellen, dass mir das Dattelhefewasser geschmacklich nicht so gut gefällt. Auch der Geruch war nicht ganz mein Fall. Obwohl ich grundsätzlich Datteln liebe.Bis dahin dachte ich, dass man Hefewasser nur mit Trockenfrüchten ansetzen kann. Meggy hat mich eines Besseren belehrt.Mein aktuelles Hefewasser habe ich mit einer Mandarine angesetzt. Einfach klasse der Geruch. Ihr könnt damit jedes Brot oder Brötchen backen. Es passt. Habt keine Angst, dass Brot oder Brötchen nach Mandarinen schmecken.Im Herbst hatte ich eines mit Weintrauben. Davor mit Äpfeln.Vergangenen Sommer eines mit kleinen Cockailtomaten aus dem Garten und frischem Basilikum. Beides so genial.Sobald im Garten meine wunderbaren englischen Duftrosen blühen, werde ich eines mit Rosenblütenblättern ansetzen.Gerade mometan, wo man häufig vergeblich in den Geschäften nach Hefe sucht, gewinnt Hefewasser an Bedeutung.Probiert es auch mal aus und setzt es gleich an. Am Wochenende müsste euer Hefewasser aktiv genug sein.Dann bekommt ihr auch ein passendes Brötchenrezept dazu.

Und jetzt kommt meine Anleitung, aber vorher noch der leidige Pflichthinweis, den Ihr bereits kennt.WERBUNG – alles selbst gekauftZutaten:1 ausgekochte 1 ltr. Flasche mit großem Hals (z. B. Milchflasche)ca 600 ml abgekochtes, noch lauwarmes Wasser1 Handvoll Obst (z. B. Mandarinen, Weintrauben, Äpfel) oder Gemüse und Kräuter (z. B. kleine Cocktailtomaten und Basilikum)oder auch getrocknetes, ungeschwefeltes Dörrobst (Aprikosen, Datteln, Cranberries).1-2 Teel. brauner Rohrzucker bei Obst oder1 Eßlöffel brauner Rohrzucker bei Gemüse und KräuternAnleitung zum erstmaligen Ansetzen:

  • Alle Zutaten in die Flasche geben und LEICHT verschließen. Auf KEINEN FALL FEST ZUDREHEN. Der enstehende Druck könnte die Flasche zum Platzen bringen.
  • Dann kommt die Flasche an einen warmen Ort, möglichst 25° – 30°. Ich persönlich nutze hier gerne des Hefeteigprogramm meines Backofens (30°) für 4-5 Stunden. Denkbar sind hier auch andere warme Plätze, w. z. B. Fensterbank mit direkter Sonneeinstrahlung, oberhalb der Heinzung, in der Nähe des Kamins oder auch eine Wärmflasche (Hallo @veggileo) tut hier gute Dienste.
  • 3-4 Tage bei schön warmer Raumtemperatur reifen lassen.
  • Täglich am besten mehrfach schütteln. Dazu natürlich vorab fest verschließen und anschliend Verschluss wieder lösen!
  • Jetzt müsste euer Hefewasser einsatzbereit sein.

Ihr könnt einen Starter für Brot oder Brötchen ansetzen. ca 24 Stunden vor der Zubereitung des Teiges. Das Rezept folgt.Natürlich könnt ihr das Hefewasser auch als Schüttwasser verwenden. Dann sollte der fertige Teig ca 24 Stunden Ruhepause haben.Beim Backen ohne Hefe braucht es en wenig Zeit.Die verbleibende Menge könnt ihr im Kühlschrank lagern. So komme ich am besten zurecht.Wenn es wieder zum Einsatz kommen soll, muss man es auffrischen.Anleitung Auffrischen:

  • Nehmt eure Flasche aus dem Kühlschrank.
  • Fügt eine Teelöffel braunen Rohrzucker hinzu.
  • Fült die Flasche mit abgekochtem, lauwarmen Wasser auf. Ich nehme meist 200 ml.
  • Wieder warm stellen, mindestens 5-6 Stunden, gerne über Nacht.
  • Und schon ist es wieder einsatzbereit.

Und wenn ihr irgendwann mal keine Zeit oder Lust habt, stellt die Flasche in die hinterste cke des Kühlschrankes. Ich beachte das Hefewasser dann gar nicht. Bei mir stand es da mehrere Monate. Wenn ihr dann wieder bereit seid neues Hefewasser anzusetzen, schüttelt die Flasche gut auf. Der Bodensatz mit den Hefen soll sich in der ganzen Flüssigkeit verteilen. Siebt die Früchte ab ung gebt ca 150 – 200 g des alten Hefewassers in eine neue, ausgekoche Flasche. Füllt bis 600 ml mit abgekochtem, lauwarmem Wasser auf und setzt wieder Hefewasser an wie beim ersten Mal.Googelt einfach mal im Netz. Es gibt viele , verschiedene Anleitungen. Jeder kommt mit einer anderen klar.Ich wünsche euch gutes Gelingen.

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