Gefüllte Paprika, gefüllter Kürbis und Burritos, alles mit EINER Füllung – leicht wandelbar, rein pflanzlich und punktefreundlich

Wer kennt sie nicht von früher, wunderbar gefüllte Paprika aus dem Ofen. Ich habe sie schon immer sehr gerne gemocht.

Seit ich aus gesundheitlichen Gründen zur veganen Ernährung gekommen bin, waren die früher mit Hackfleisch gefüllten Paprikaschoten für mich tabu.

Mittlerweile weiß ich, dass es natürlich gar kein Problem ist, diese auch rein pflanzlich zuzubereiten.

Inspiriert hat mich dieses Rezept von „Hier kocht Alex“, dessen Bücher ich Euch auch gerne ans Herz lege, wenn ihr die frühere Hausmannskost liebt und gerne veganisieren möchtet.

Ich persönlich versuche „richtige“ Ersatzprodukte zu vermeiden, weil die unzähligen Zutaten mich persönlich eher erschrecken. Da greife ich doch lieber auf Tofu zurück. Bisher war Tofu für mich nur eine Proteinquelle, mittlerweile liebe ich Tofu in den verschiedensten Zubereitungsarten. Dazu ist er noch sehr punktearm im Gegensatz zu vielen veganen Hackalternativen.

Wie man Tofu auf verschiedene Arten so zubereitet, dass er zu einem Geschmackserlebnis wird, das habe ich mit den Rezepten aus diesem Buch von Niko Rittenau und Sebastian Copien gelernt. Ein klasse Kochbuch, in dem gesunde, pflanzliche Küche im Vordergrund steht.

Und bevor jetzt irgendwelche Probleme entstehen:

WERBUNG, alles selbst gekauft und bezahlt. Das ist meine persönliche Überzeugung, dass ich euch diese Bücher/Autoren oder auch Produkte ans Herz lege. Niemand hat mich dazu beauftragt.

Lange genug erzählt, ich denke hier geht es ums Kochen. Probiert das Rezept aus. Sicher könnt ihr statt Quinoa auch andere (Pseudo-)Getreide verwenden, statt der Kichererbsen andere Hülsenfrüchte und statt der Paprika sicher auch Tomaten, Zucchini, Kohlrabi, Kürbis o.ä. was sich zum Füllen eignet.

Und wie das immer so ist, ich hatte einen Rest der Füllung und die sollte auch verwendet werden. Deshalb habe ich sie eingefroren und sieha da. Ich bin auch davon begeistert.

Als erstes habe ich einen kleinen KÜRBIS (Mikrowellenkürbis) damit gefüllt. Innen mit Gewürzen nach Wahl ausstreuen. Dann die Füllung mit meiner veganen Käsesauce, die ich gerne für Pizza verwende, in den Kürbis füllen. Deckel wieder aufsetzen und ca 1 Stunde in den vorgeheizten Ofen bei 200° geben. Dazu nutze ich sehr gerne den kleinen Rockcrok Grillstein.

Wer noch Füllung hat, der macht einfach schnell noch ein paar leckere BURRITOS. Dazu die Füllung in eine kleine Pfanne geben, erhitzen, Ajvar und klein geschnittene Peperonchini dazu. Auf einen Wrap geben, dann wieder die vegane Käsesauce darüber und noch ein wenig Sauce nach Wahl (ich mag gerne Sriracha), zusammen klappen, und ab in die Pfanne und fettfrei braten.

Und noch ein Tipp. Den Ratatouille Aufstrich den ich verwendet habe (kann durch Tomatenmark, Paprikamark, Ajvar o.ä. ersetzt werden) habe ich von VeggiLeo. Die Menge ist für mich zu groß, daher koche ich die Gläschen nachher im Dampfgarer (geht auch im Einkochautomat, Backofen usw. nach Anleitung) ein und habe diesen punktefreundlichen Aufstrich immer verfügbar.

Und hier kommt mein Rezept:

ZUTATEN zum Füllen von 8-10 Paprikaschoten je ca 125 g:

ohne Käseersatz 34 für alles

200 g Tofu (ich verwende gerne den Bio-Tofu von Lidl, die recht weiche Konsistenz ist hier bestens geeignet)

1 Zwiebel

80 g Wasser

1 Teel. Gemüsebrühenpaste

2 Eßl. Sojasauce

1 Eßl. Apfelessig

Salz und Pfeffer aus der Mühle

Paprika Menge nach Wunsch (ich hätte 10 kleinere je 125 g mit der Masse füllen können)

125 g Quinoa (Rohgewicht, mit der 2 1/2 fachen Wassermenge und etwas Gemüsebrühenpaste ca 15-20 Min. gekocht)

1 große Dosen Kichererbsen (Abtropfgewicht 480 g)

3 Frühlingszwiebeln

10 getrocknete Soft-Tomaten

viel frische, glatte Petersilie (genaue Menge ganz nach Wunsch)

1 Eßl. Senf

3 Eßl. Ajvar

Fleischgewürzmischung, ersatzweise Salz, Pfeffer, Paprika

1 gehäufter Teel. Johannisbrotkernmehl oder 2 Teel. Speisestärke

1 Teel. Bratöl für die Pfanne

2 Eßl. Tomatenmark und 2 Eßl. Ratatouille Aufstrich, verrühren und auf 600 ml mit Wasser auffüllen

Nach Wunsch etwas veganen Käse oder Fetaersatz (ich meiner Meinung nach nicht notwendig)

ZUBEREITUNG:

  1. Den Tofu zerkrümeln und in einer hoch erhitzten Pfanne 3-4 Minuten schön braun anbraten.
  2. Zwiebeln in kleine Würfel schneiden, Petersilie fein hacken. Wasser, Gemüsebrühenpaste, Apfelessig und Sojasauce verrühren.
  3. Jetzt die Zwiebeln zum Tofu geben und weitere 2-3 Minuten braten.
  4. Tomatenmark hinzufügen und nochmal 30-60 Sekunden braten.
  5. Nun wird der o.a. Marinade abgelöscht und die Petersilie hinzugefügt.
  6. Alles kochen lassen bis die Flüssigkeit verdampft ist. Nochmal kurz braten und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  7. Fertig (Das alles kann man am Vortag vorbereiten, vielleicht auch in größerer Menge. So hat man immer einen Vorrat an Tofuhack.)
  8. Die kleingeschnittenen Frühlingszwiebeln und Tomaten in einer Pfanne anbraten. Das Tofuhack hinzufügen und mitbraten.
  9. Die Kichererbsen abgießen (das Wasser auffangen, damit kann man super Mayonnaise oder veganen Eischnee machen) und mit einem Kartoffelstampfer zerstampfen.
  10. Die Tofuhack-Mischung, den gekochten Quinoa, Senf, Ajvar , Gewürze und Johannisbrotkernmehl oder Stärke verrühren.
  11. Die von den Kernen befreiten Schoten damit befüllen.
  12. In einer hohen Pfanne 1 Teel. Öl erhitzen und die Schoten hinein setzen. Anbraten, bis sie von unten leicht gebräunt sind.
  13. Tomatenmark-Ratatouille-Aufstrich-Wasser Gemisch in die Pfanne gießen.
  14. Die Pfanne mit dem Deckel verschließen und sofort im auf 200° vorgeheizten Ofen ca 40 Minuten garen. Alternativ kann man alles vorbereiten und erst dann in den Ofen schieben, wenn das Essen benötigt wird. Hier kann sich die Garzeit dann unter Umständen auf bis zu einer Stunde verlängern.

Guten Appetit!

Und hier noch das Rezept meiner veganen Käsesauce, die vielseitig einsetzbar ist. Für mich perfekt auf Pizza oder in meinen Pizzabrötchen, die natürlich auch vegan zubereitet werden können.

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